Discussion:
Wartungsreserve bei Trams...
(zu alt für eine Antwort)
Patrick Rudin
2014-04-11 23:20:17 UTC
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Quizfrage: Man nehme eine übliche Stadt mit etwa 100 Trams. Wieviel
Prozent davon sind Reserve, damit Zusammenstösse, Lernfahrten, Ausfälle
und geplante Wartung nicht zur Angebotseinschränkung führen?


Grüsse

Patrick
Johann Mayerwieser
2014-04-12 07:15:07 UTC
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Raw Message
Post by Patrick Rudin
Quizfrage: Man nehme eine übliche Stadt mit etwa 100 Trams. Wieviel
Prozent davon sind Reserve, damit Zusammenstösse, Lernfahrten, Ausfälle
und geplante Wartung nicht zur Angebotseinschränkung führen?
In Wien wären es 30%
--
Rechtschreibfehler unterliegen der Creative Commons Lizenz, sie dürfen
weiterverwendet und verändert werden, bei Weiterverwendung muss der
Urheber genannt werden und sie dürfen jeweils nur unter dieser oder einer
vergleichbaren Lizenz weitergegeben werden.
Holger Koetting
2014-04-12 09:02:40 UTC
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Raw Message
Post by Patrick Rudin
Quizfrage: Man nehme eine übliche Stadt mit etwa 100 Trams. Wieviel
Prozent davon sind Reserve, damit Zusammenstösse, Lernfahrten, Ausfälle
und geplante Wartung nicht zur Angebotseinschränkung führen?
Das hängt inzwischen auch davon ab, was Dir ein Hersteller
für Einsatzgarantien gibt. Davon abhängig wird entsprechend eine
Reserve bestellt und für den Controller ist die Welt dann in
Ordnung. So gab es hier für eine Wagenbauart zwei Frontscheiben
als Reserve, mehr war nicht genehmigt, weil mehr kommt ja nicht
vor. Naja, als die dritte Scheibe gleichzeitig kaputt war,
konnte man dankenswerterweise auf die Ersatzteile eines anderen
Betriebs zurückgreifen...

Ernsthaft: Je nach Größe des Betriebs, Flexibilität des Wagenparks
und vor allem auch Einfluß durch den restlichen Verkehr liegt eine
sinnvolle Reserve irgendwo zwischen 10 und 20 Prozent. Je mehr
Restriktionen (z. B. nur bestimmte Wagen auf bestimmten Linien)
vorhanden sind, umso eher gehen die Werte hoch.

Gruß,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Patrick Rudin
2014-04-14 15:42:03 UTC
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Raw Message
Post by Holger Koetting
Das hängt inzwischen auch davon ab, was Dir ein Hersteller
für Einsatzgarantien gibt
Die Verfügbarkeit bei neuen Flexity dürfte relativ hoch sein, nehme ich
mal an. Ist ja doch schon vielerorts in Einsatz. Abschreibungsdauer über
25-30 Jahre, nehm ich mal an.

Ich habs mal für Basel durchgerechnet. Ziel mit der laufenden
Neubeschaffung ist, total auf 88 Trams zu kommen. Das benötigt man
offiziell für den Regelbetrieb.

28 Combinos sind da, 43 lange und 17 kurze Flexitys sind bestellt. Das
wären dann 88.

Meiner Rechnung nach benötigt man in der Hauptverkehrszeit für die von
der BVB benötigen Linien (inkl. jeweils einem Takt Pause an jeder
Endhaltestelle) 74 Trams. Also knapp 16 Prozent Reserve.

Allerdings will man den Rest aus den 1990 angeschafften Wagen nicht
vollständig verschrotten, sondern noch 26 Be4/4 (Cornichons) mit jeweils
einem Anhänger in der Mitte behalten und so 13 Tramzüge bilden. Macht
also 13 Extra-Reserve für "Grossanlässe". Was das auch immer sein soll,
bei Fasnacht und Messen braucht man die wohl kaum.

Das ist dann schon erstaunlich viel Holz, find ich.

Die Linie 15/16 übers Bruderholz wird wegen der Haltestellenlänge nur
mit den kurzen Flexity bedient. Eigentlich bräuchte man dafür höchstens
12 Stück. Aber bei so geringen Zahlen muss man wohl die Reserve
vergrössern, daher nimmt man 17.

Geküsste Autos und so sind natürlich relativ häufig, Basel hat auf dem
von der BVB bedienten Netz wenig Eigentrassee (nennenswert eigentlich
nur Basel Bad-Riehen und Muttenz-Pratteln).

Combinos können nicht übers Bruderholz (lange Flexitys gingen, wäre aber
wegen Haltestellenlänge eher unpraktisch), ansonsten ist alles freizügig
einsetzbar.

Neue Linien sind zwar am Horizont, aber dafür hat man extra eine Option
für maximal 50(!) weitere Fahrzeuge in den nächsten zehn Jahre. Spiel
bei den genannten Zahlen also keine Rolle...


Gruss

Patrick
Holger Koetting
2014-04-14 18:15:41 UTC
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Raw Message
Post by Patrick Rudin
Die Verfügbarkeit bei neuen Flexity dürfte relativ hoch sein, nehme ich
mal an. Ist ja doch schon vielerorts in Einsatz. Abschreibungsdauer über
25-30 Jahre, nehm ich mal an.
Das will nichts heißen. Es kann Dir schon passieren, daß irgendein
simples Teil den Abflug macht und es den Zulieferer des Ersatzteils
nicht mehr gibt oder das Produkt durch ein anderes ersetzt wurde
oder gerade Reparaturengpässe bestehen. Dann steht eine mehr oder
weniger nagelneue Bahn herum, weil grad keine Schienenbremsen vom
Zulieferer kommen.
Post by Patrick Rudin
Combinos können nicht übers Bruderholz
Wegen der Steigung oder der Radien? Oder weil einem das Dach auf
den Kopf fällt?

Gruß,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Patrick Rudin
2014-04-15 15:23:26 UTC
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Raw Message
Post by Holger Koetting
Post by Patrick Rudin
Combinos können nicht übers Bruderholz
Wegen der Steigung oder der Radien?
Die fahren oft auch auf der Linie 3 den Kohlenberg (Barfüsserplatz
Richtung Burgfelden Grenze) hoch, an der Steigung kann es eigentlich
nicht liegen.

Die Radien auf dem Bruderholz sind aber teilweise schon ziemlich eng.
Post by Holger Koetting
Oder weil einem das Dach auf
den Kopf fällt?
Die Betriebsfestigkeit der Wagenkästen sollte mit den nachgerüsteten
Dämpfern eigentlich gegeben sein. Scheint auch bislang zu funktionieren...


Gruss

Patrick
Thomas Wedekind
2014-04-13 09:09:28 UTC
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Raw Message
Am Sat, 12 Apr 2014 01:20:17 +0200 schrieb Patrick Rudin
Post by Patrick Rudin
Quizfrage: Man nehme eine übliche Stadt mit etwa 100 Trams. Wieviel
Prozent davon sind Reserve, damit Zusammenstösse, Lernfahrten,
Ausfälle und geplante Wartung nicht zur Angebotseinschränkung
führen?
Jena hatte bis neulich 15% (5 von 33 Trams, davon werktags 28 im
Einsatz). Das funktionierte meist gut, war aber sehr knapp, wenn es
größere Ausfälle gab. (Z.B. Aufstoß einer Bahn auf eine andere, beide
dann für Monate außer Dienst. Ließ sich aber managen.) Es wurde dann
berechnet, dass man mit 36 Stück (ca. 22% Reserve) eigentlich immer
hinkommen müsste. Eine Nachbestellung von 3 gab aber wohl einen
"Apothekenpreis" pro Bahn, es wurden letztlich 5 gekauft. (Wenn man
sich als Mittelbetrieb heute schon den Luxus einer Eigenentwicklung
leistet...)
--
Viele Grüße, Thomas
Wolfgang Keller
2014-04-13 16:42:09 UTC
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Raw Message
Post by Patrick Rudin
Quizfrage: Man nehme eine übliche Stadt mit etwa 100 Trams. Wieviel
Prozent davon sind Reserve, damit Zusammenstösse, Lernfahrten,
Ausfälle und geplante Wartung nicht zur Angebotseinschränkung führen?
Das hängt signifikant davon ab, um welche Fahrzeugtypen es sich
handelt, sowie von betriebsspezifischen Gegebenheiten.

Der Fahrzeugtyp beeinflußt die (Nicht-)Verfügbarkeit infolge Ausfällen.
Die Spanne ist dabei enorm weit. Es gibt Fahrzeugtypen mit bis zu 97%
Verfügbarkeit (Tatras bei tschechischen Betreibern), und solche mit
kaum mehr als 50% Verfügbarkeit. Es wurden auch schon unter 50% gesehen.

Lokale Gegebenheiten sind z.B. Häufigkeit und Art von Vandalismusschäden
sowie die "Politik" des Betreiber-Managements bezüglich deren
Beiseitigung. Steinigungen von Straßenbahen kommen auch in Westeuropa
vor, nicht nur in Kalkutta. Relevant sind auch die Häufigkeit von
Unfällen mit Kraftfahrzeugen, Einflüsse infolge des
Infrastrukturzustandes etc. usw.

Dazu kommen noch solche "Schmankerl" wie "übliche" Lieferzeiten für
Ersatzteile, die schonmal dazu führen, daß Fahrzeuge monatelang
lahmgelegt werden. Oder moderne "Managementstrategien" der
Betreiber bezüglich planmäßiger Nichtinstandhaltung strikt nach
Budgetzielvorgabe (früher auch mal als afrikanische, sowjetische oder
indische Instandhaltungsstrategie bezeichnet aber im Zuge der
Globalisierung hierzulande mittlerweile voll integriert).

Für einen mittel-/westeuropäischen Straßenbahnbetreiber würde ich alles
zwischen 10 und 20% "Reserve" als "normal" ansehen, wie schon jemand
anders geschrieben hat. Deutlich weniger als 10% Nichtverfügbarkeit
halte ich bei modernen Fahrzeugen für utopisch. Mehr als 20% geht schon
in Richtung "abgrundtief grottenschlecht". Aber ich habe auch schon ganz
anderes gesehen.

Gerade bei "modernen" Fahrzeugen gibt es z.T. erschreckende
Ausfallraten. AnsaldoBreda ist überall. Und Zahlenwerte, die auf dem
Papier angeblich "gewährleistet" werden, kann man in der Realität
getrost vergessen. Denn wenn der nagelneue Schrott erstmal auf dem Hof
steht, ist es auch schon zu spät. Siehe Combino, Göteborg oder diverse
britische Betreiber, die verältnismäßig junge Fahrzeuge vorzeitig
verkaufen wollen.

Kurz: Die "Zuverlässigkeit" und "Verfügbarkeit" moderner Fahrzeuge der
großen europäischen Hersteller zu schlagen sollte für einen
"Neueinsteiger" als Konkurrenten eigentlich kein Problem sein. Der
Markt wartet eigentlich nur auf den "Schienen-Toyota". Nur wenn man's
halt so macht wie z.B. Stadler, d.h. sich "erfolgreiche" Karrieristen
ins Haus holt und damit natürlich die Organisationspathologien der
"Etablierten" minutiös kopiert, ist das Resultat zwangsläufig.

Interessant in diesem Zusammenhang wäre es z.B. wie sich Solaris
entpuppt oder wie sich Skodas Fahrzeuge bei einem westeuropäischen
Betreiber machen würden.

MfG,

Wolfgang
Martin Bienwald
2014-04-22 07:02:19 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Keller
Lokale Gegebenheiten sind z.B. Häufigkeit und Art von Vandalismusschäden
sowie die "Politik" des Betreiber-Managements bezüglich deren
Beiseitigung. Steinigungen von Straßenbahen kommen auch in Westeuropa
vor, nicht nur in Kalkutta. Relevant sind auch die Häufigkeit von
Unfällen mit Kraftfahrzeugen, Einflüsse infolge des
Infrastrukturzustandes etc. usw.
Nicht vergessen: Gibt es regelmäßig Großveranstaltungen mit deutlich
erhöhtem Wagenbedarf?

... Martin
Ulrich F. Heidenreich
2014-04-22 08:51:04 UTC
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Raw Message
Post by Martin Bienwald
Post by Wolfgang Keller
Lokale Gegebenheiten sind z.B. Häufigkeit und Art von Vandalismusschäden
sowie die "Politik" des Betreiber-Managements bezüglich deren
Beiseitigung. Steinigungen von Straßenbahen kommen auch in Westeuropa
vor, nicht nur in Kalkutta. Relevant sind auch die Häufigkeit von
Unfällen mit Kraftfahrzeugen, Einflüsse infolge des
Infrastrukturzustandes etc. usw.
Nicht vergessen: Gibt es regelmäßig Großveranstaltungen mit deutlich
erhöhtem Wagenbedarf?
Dafür nimmt man hier idealerweise Busse, zur nächsten Strabhaltestelle
ist's ein wenig weit. ;-)

Und mal ohne Scherz: Weiß jemand, wie es derzeit hier in Essen
ausschaut? Da haben sich ja neulich gleich drei Bahnen geküsst.
Bis daß endlich die 16xx auf der Schiene sind¹), scheint mir noch
einige Zeit lang Knappheit zu herrschen. Oder reichten die alten
110xer noch?

CU!
Ulrich
____________
¹) Wo stecken die eigentlich? Die sollten doch 2014 an den Start gehen.
Selbst Wagen 1601 (habe ich aufm Tag der offenen Tür gesehen) und
1602 (Neulich als Betriebsfahrt an der Hollestraße) sind zwar da,
aber fahren wohl noch nicht im Regelbetrieb.
Martin Bienwald
2014-04-22 09:23:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ulrich F. Heidenreich
Post by Martin Bienwald
Nicht vergessen: Gibt es regelmäßig Großveranstaltungen mit deutlich
erhöhtem Wagenbedarf?
Dafür nimmt man hier idealerweise Busse, zur nächsten Strabhaltestelle
ist's ein wenig weit. ;-)
Dann muß man das natürlich nicht bei der Straßenbahn, aber dafür bei
der Bus-Reserve berücksichtigen (oder sich rechtzeitig Gedanken machen,
wo man zusätzliche Busse mieten kann).

... Martin
Başar Alabay
2014-04-22 09:35:45 UTC
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Raw Message
Post by Martin Bienwald
Post by Ulrich F. Heidenreich
Dafür nimmt man hier idealerweise Busse, zur nächsten Strabhaltestelle
ist's ein wenig weit. ;-)
Dann muß man das natürlich nicht bei der Straßenbahn, aber dafür bei
der Bus-Reserve berücksichtigen (oder sich rechtzeitig Gedanken machen,
wo man zusätzliche Busse mieten kann).
Es ist wohl geplant, daß diesen Sommer Essener Linienbusse in Freiburg
aushelfen werden, weil der zentrale Bertoldsbrunnen gesperrt sein wird.
Die Trams werden dann alle um die Altstadt herum halten und wieder
zurückfahren, statt durchqueren zu können. Um die Altstadt herum sollen
dann Busse einen Ringverkehr aufnehmen. Anscheinend reichen dafür die
Freiburger Lininenbusse nicht.

Grund der Sperrung: Die Tramgleise, -kreuzungen und -weichen werden
komplett neu verlegt.

B. Alabay
--
http://www.thetrial.de/
ケディエ・ばく・ハヤテ・あんら
Ulrich F. Heidenreich
2014-04-22 10:02:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Bienwald
Post by Ulrich F. Heidenreich
Post by Martin Bienwald
Nicht vergessen: Gibt es regelmäßig Großveranstaltungen mit deutlich
erhöhtem Wagenbedarf?
Dafür nimmt man hier idealerweise Busse, zur nächsten Strabhaltestelle
ist's ein wenig weit. ;-)
Dann muß man das natürlich nicht bei der Straßenbahn, aber dafür bei
der Bus-Reserve berücksichtigen (oder sich rechtzeitig Gedanken machen,
wo man zusätzliche Busse mieten kann).
Nach zusätzlich angemieteten schaut mir das nicht aus, wenn hier die
RWE-Fanbusse fahren. Alles scheint's aus dem eigenen Wagenpark. Und
auch bei den Stadtbahnwagen für den verdichteten Messtakt scheint
genügend Reserve vorhanden.

Nur, wie's mit den Straßenbahnen hier ausschaut, scheinen die ziemlich
knapp zu sein. Oder man greift auf die M-Museumswagen zurück, die man
vorsichtshalber nicht wie die 1000-er Serie verkaufte/verschrottete.

CU!
Ulrich
--
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Stellt euch vor, es ist Dienstag und keiner geht hin!
Martin Bienwald
2014-04-22 12:09:55 UTC
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Raw Message
Post by Ulrich F. Heidenreich
Nach zusätzlich angemieteten schaut mir das nicht aus, wenn hier die
RWE-Fanbusse fahren. Alles scheint's aus dem eigenen Wagenpark.
Fußballspiele finden allerdings meist außerhalb der Schüler- und
Berufsverkehrsspitzen statt, so daß dann - gerade beim Bus, wo der
HVZ-Mehrbedarf in den meisten Städten größer ist als bei der Tram
- eh genug Fahrzeuge zur Verfügung stehen.

Interessant sind Großveranstaltungen, die sich mit der normalen HVZ
überschneiden, also z.B. größere Messen.

... Martin
Ulrich F. Heidenreich
2014-04-22 13:16:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Bienwald
Post by Ulrich F. Heidenreich
Nach zusätzlich angemieteten schaut mir das nicht aus, wenn hier die
RWE-Fanbusse fahren. Alles scheint's aus dem eigenen Wagenpark.
Fußballspiele finden allerdings meist außerhalb der Schüler- und
Berufsverkehrsspitzen statt, so daß dann - gerade beim Bus, wo der
HVZ-Mehrbedarf in den meisten Städten größer ist als bei der Tram
- eh genug Fahrzeuge zur Verfügung stehen.
Interessant sind Großveranstaltungen, die sich mit der normalen HVZ
überschneiden, also z.B. größere Messen.
Wie ich bereits schrieb, scheint das Stadtbahnkontingent (U11) wohl
ausreichend zu sein, um einen 5-Minuten-Messetakt zu fahren. Nur bei
den Straßenbahnen schaut es IMNSHO eng aus.

CU!
Ulrich
--
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Stellt euch vor, es ist Dienstag und keiner geht hin!
Ralph A. Schmid, dk5ras
2014-04-23 11:09:26 UTC
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Raw Message
Post by Martin Bienwald
Interessant sind Großveranstaltungen, die sich mit der normalen HVZ
überschneiden, also z.B. größere Messen.
Kirchentage sind ganz krasse Dinger...


-ras
--
Ralph A. Schmid

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Martin Bienwald
2014-04-23 11:22:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Martin Bienwald
Interessant sind Großveranstaltungen, die sich mit der normalen HVZ
überschneiden, also z.B. größere Messen.
Kirchentage sind ganz krasse Dinger...
Ja, die kommen aber nicht so oft vor, daß es sich dafür lohnen würde,
dauerhaft eine größere Reserve vorzuhalten. Am besten plant man da
wohl eine Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen und mustert die ersetzten
Altfahrzeuge dann eben nach dem Kirchentag aus. Hannover hat das zur
Expo so ähnlich gemacht.

Während des Kirchentags ist außerdem üblicherweise schulfrei (weil
die Schulen als Übernachtungsquartiere genutzt werden), so daß die
sonst für den Schülerverkehr genutzten Kapazitäten schon mal für die
Kirchentagsbesucher zur Verfügung stehen.

... Martin
Ulrich F. Heidenreich
2014-04-23 13:33:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Bienwald
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Kirchentage sind ganz krasse Dinger...
Ja, die kommen aber nicht so oft vor, daß es sich dafür lohnen würde,
dauerhaft eine größere Reserve vorzuhalten. Am besten plant man da
wohl eine Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen und mustert die ersetzten
Altfahrzeuge dann eben nach dem Kirchentag aus.
Ähnliches hat wohl auch Essen in einer etwas anderen Situation gemacht.
Ursprünglich hieß es, die als Linie 111 eingesetzten Busse, die fuhren,
als die 101 nicht mehr, die U11 aber noch nicht verkehrte, seien nur
geleast. Tatsächlich hat man sie aber wohl behalten.

CU!
Ulrich
--
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Stellt euch vor, es ist Mittwoch und keiner geht hin!
Marc Haber
2014-04-23 15:13:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ulrich F. Heidenreich
Post by Martin Bienwald
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Kirchentage sind ganz krasse Dinger...
Ja, die kommen aber nicht so oft vor, daß es sich dafür lohnen würde,
dauerhaft eine größere Reserve vorzuhalten. Am besten plant man da
wohl eine Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen und mustert die ersetzten
Altfahrzeuge dann eben nach dem Kirchentag aus.
Ähnliches hat wohl auch Essen in einer etwas anderen Situation gemacht.
Ursprünglich hieß es, die als Linie 111 eingesetzten Busse, die fuhren,
als die 101 nicht mehr, die U11 aber noch nicht verkehrte, seien nur
geleast. Tatsächlich hat man sie aber wohl behalten.
Geleast oder gemietet? Anlagegüter, die man liest, möchte man
behalten. Anlagegüter, die man mietet, möchte man nach Ende der
Nutzung zurückgeben.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Jens Schmidt
2014-04-23 22:27:01 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Post by Ulrich F. Heidenreich
Ähnliches hat wohl auch Essen in einer etwas anderen Situation gemacht.
Ursprünglich hieß es, die als Linie 111 eingesetzten Busse, die fuhren,
als die 101 nicht mehr, die U11 aber noch nicht verkehrte, seien nur
geleast. Tatsächlich hat man sie aber wohl behalten.
Geleast oder gemietet? Anlagegüter, die man liest, möchte man
behalten. Anlagegüter, die man mietet, möchte man nach Ende der
Nutzung zurückgeben.
Ich kenne den Unterschied als "wer ist verantwortlich für den Zustand?".
Beim Mieten bezahlt der Vermieter die Wartung, beim Leasen der Nutzer.
Kommt sehr darauf an, ob man Finanzleasing als eigene Vertragsform oder
als Teil von Leasing sieht. Und die detaillierten Bestimmungen des
jeweiligen Vertrages können sehr unterschiedlich sein.
--
Viele Grüße,
Jens Schmidt
Ulrich F. Heidenreich
2014-04-24 09:15:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marc Haber
Post by Ulrich F. Heidenreich
Ähnliches hat wohl auch Essen in einer etwas anderen Situation gemacht.
Ursprünglich hieß es, die als Linie 111 eingesetzten Busse, die fuhren,
als die 101 nicht mehr, die U11 aber noch nicht verkehrte, seien nur
geleast. Tatsächlich hat man sie aber wohl behalten.
Geleast oder gemietet? Anlagegüter, die man liest, möchte man
behalten.
Leicht offtopic: Was ist dann mit den zahlreichen Leasingrückläufern
aus der PC-Welt, die man günstig u.a. bei Pollin bekommt?
Post by Marc Haber
Anlagegüter, die man mietet, möchte man nach Ende der Nutzung
zurückgeben.
Laut Wikipedia ist bei Leaing beides möglich:

|Nach Ende des Leasingvertrages und in der Annahme, dass der
|Leasingnehmer eine eventuelle Kauf- oder Verlängerungsoption nicht
|ausübt, kann der Leasinggeber über das Leasingobjekt wieder verfügen.
|Verkauf an den Leasingnehmer oder einen Dritten.

Soweit ich mich recht erinnere, war es ursprünglich geplant, die Busse
nur für die Dauer des SEV zu leasen. Am Ende hat man sich dann aber wohl
entschieden, sie zu behalten. Nichts Genaues weiß ich nicht mehr.

CU!
Ulrich
--
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In 8 Monaten und 1 Tag ist Weihnachten.
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Stellt euch vor, es ist Donnerstag und keiner geht hin!
Johann Mayerwieser
2014-04-23 12:51:07 UTC
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Raw Message
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Martin Bienwald
Interessant sind Großveranstaltungen, die sich mit der normalen HVZ
überschneiden, also z.B. größere Messen.
Kirchentage sind ganz krasse Dinger...
Von der Fahrgastmenge, aber (wie ich in Wien feststellen konnte)
disziplinierte und angenehmenFahrgäste.
--
Rechtschreibfehler unterliegen der Creative Commons Lizenz, sie dürfen
weiterverwendet und verändert werden, bei Weiterverwendung muss der
Urheber genannt werden und sie dürfen jeweils nur unter dieser oder einer
vergleichbaren Lizenz weitergegeben werden.
frank paulsen
2014-04-24 12:27:51 UTC
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Raw Message
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Martin Bienwald
Interessant sind Großveranstaltungen, die sich mit der normalen HVZ
überschneiden, also z.B. größere Messen.
Kirchentage sind ganz krasse Dinger...
Bochum hat(te) deshalb sogar einen Kirchentagsbahnhof. damals.

http://www.rotunde-bochum.com/wp/location/
--
frobnicate foo
Wolfgang Keller
2014-04-23 12:56:16 UTC
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Raw Message
Post by Martin Bienwald
Post by Wolfgang Keller
Lokale Gegebenheiten sind z.B. Häufigkeit und Art von
Vandalismusschäden sowie die "Politik" des Betreiber-Managements
bezüglich deren Beiseitigung. Steinigungen von Straßenbahen kommen
auch in Westeuropa vor, nicht nur in Kalkutta. Relevant sind auch
die Häufigkeit von Unfällen mit Kraftfahrzeugen, Einflüsse infolge
des Infrastrukturzustandes etc. usw.
Nicht vergessen: Gibt es regelmäßig Großveranstaltungen mit deutlich
erhöhtem Wagenbedarf?
Für ein paar Großereignisse im Jahr eigens ganzjährig eine extra
Fahrzeugreserve (und Fahrer!) vorzuhalten dürfte sich wohl kaum ein
ÖPNV-Betreiber mehr leisten (können).

Da schwächt man dann halt anderswo.

Denn z.B. für die "Wiesn" in München brauchte man ja schon ein paar
-zig Züge extra bei der Straßenbahn. Oder für Veranstaltungen im
Olympiagelände.

MfG,

Wolfgang
U***@web.de
2017-03-23 19:03:22 UTC
Permalink
Raw Message
Moin,
Post by Wolfgang Keller
Oder moderne "Managementstrategien" der
Betreiber bezüglich planmäßiger Nichtinstandhaltung strikt nach
Budgetzielvorgabe (früher auch mal als afrikanische, sowjetische oder
indische Instandhaltungsstrategie bezeichnet aber im Zuge der
Globalisierung hierzulande mittlerweile voll integriert).
Etwa nach dem Prinzip scheint hier in Mainz (bei massiver
Beschaffung von Einrichtungswagen) die Befahrbarkeitshaltung
von Wendeschleifen zu sein. Wenn ich mich nicht verzählt habe,
ist hier abseits des Betriebshofs die Hälfte der Wendeschleifen
nicht befahrbar, zwei Drittel von diesem Wert sind Neubau aus
2016 (ob die jemals befahrbar waren, weiß ich nicht).

Aufgrund Sternstruktur gibt es hier übrigens Null
Umleitungsstrecken.

Gruß, ULF

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